Lexikon

Abfindung

Eine Abfindung ist ein einmalig gezahlter Betrag, der der Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses von seinem Arbeitgeber erhält, bzw. erhalten kann. Ein Rechtsanspruch auf eine Abfindung ist im einzelnen zu prüfen und keinesfalls immer gegeben.

Mitarbeiterüberwachung

Die Überwachung von Mitarbeitern ist dem Arbeitgeber nicht uneingeschränkt erlaubt. Vielmehr ist ein sorgfältiges austarieren von Angemessenheit und Notwendigkeit gefordert, sodass der Arbeitnehmer nicht in seiner Privatsphäre belästigt wird, der Arbeitgeber aber dennoch die Möglichkeiten hat im Sinne der Betriebsoptimierung die Arbeit seiner Angestellten zu überprüfen.

Home Office

Als Home Office bezeichnet es, wenn ein Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit von zu Hause aus ausführt. Dies ist heutzutage vor allem durch die neuen Medien möglich.

Überstunden

Überstunden sind Arbeitsstunden, die über die im Vertrag vereinbarte Gesamtarbeitszeit hinaus geleistet werden. Je nach Vertrag gibt es entsprechender Gegenleistungen des Arbeitgebers. Üblicherweise können Überstunden mit dem normalen Bruttostundenlohn vergolten werden. Allerdings werden sie dann deutlich höher versteuert.

Dienstleistungssektor

Zum Dienstleistungssektor zählen alle Berufe die in keinem Zusammenhang mit der eigentlichen Produktion von Sachgütern stehen, sondern nur mit den fertiggestellten Produkten in Kontakt kommen. Natürlich zählen Berufe die gänzlich ohne materielle Güter auskommen, wie etwa Berater, ebenso dazu.

Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

Der deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist eine Vereinigung von derzeit acht Gewerkschaften. Sinn und Zweck dieses Zusammenschlusses ist es, gemeinsam mehr Druck auf politische Institutionen oder Entscheidungsträger ausüben zu können.

Gewerkschaft der Polizei (GdP)

Die Gewerkschaft der Polizei ist eine dem deutschen Gewerkschaftsbund angehörige Gewerkschaft mit 175.000 Mitgliedern. Sie vertritt die Interessen von Polizisten, Vollzugsbeamten des Zolls, Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten.

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ist eine Gewerkschaft für alle pädagogischen, sozialpädagogischen und wissenschaftlichen Berufe. Für Angestellte an Schulen, in Kindertagesstätten, Jugendheimen, Hochschulen, Volkshochschulen, wissenschaftlichen Instituten und Forschungseinrichtungen, sowie an Goethe-Instituten, Deutschen Auslandsschulen, Europäischen Schulen, Bundeswehrschulen und ausländischen Sprachdiplomschulen werden von ihr vertreten.

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ist eine Gewerkschaft für Arbeitnehmer aus dem Branchen Backwaren, Fleisch, Gastgewerbe, Milch und Fett, Obst und Gemüse, Süßwaren, Tabak und Zucker.

IG Bauen Agrar Umwelt

Die IG (Industriegewerkschaft) Bauen-Agrar-Umwelt ist eine Gewerkschaft für Arbeitnehmer aus den Branchen Baugewerbe, Baustoffindustrie, Abfallentsorgung und Recycling, Land- und Forstwirtschaft, Gebäudereinigung und -management, sowie Umwelt- und Naturschutz.

IG Bergbau, Chemie, Energie

Die IG (Industriegewerkschaft) Bergbau, Chemie, Energie ist eine Gewerkschaft für Arbeitnehmer aus den Branchen Bergbau, Chemie, Gas, Glas, Kautschuk, Keramik, Kunststoffe, Leder, Mineralöl, Papier, Pharma, Sanierung/Entsorgung, Steinkohle und Wasserwirtschaft.

IG Metall

Die IG Metall (Industriegewerkschaft Metall) ist eine Gewerkschaft für Arbeitnehmer aus dem Sektor der Metall/Elektro-, Stahl-, Textil/Bekleidung- und Holz/Kunststoffherstellung und der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche. Sie ist die größte Gewerkschaft Deutschlands.

Ver.di

Die ver.di (vereinte Dienstleistungsgesellschaft) ist eine Gewerkschaft für Arbeitnehmer aus dem Dienstleistungssektor. Sie ist nach der IG Metall die zweitgrößte Gewerkschaft Deutschlands.

Tarifvertragspartei

Als Tarifvertragsparteien bezeichnet man die beiden Seiten von Tarifvertragsverhandlungen. Also die Arbeitgeberverbände auf der einen und die Gewerkschaften auf der anderen Seite.

Freier Mitarbeiter

Ein freier Mitarbeiter ist für einen Betrieb eine selbstständig arbeitende Person, die Aufträge von ihm ausführt, obwohl kein Beschäftigungsverhältnis existiert.

Versetzung

Bei einer Versetzung handelt es sich um eine vom Arbeitgeber angeordnete Veränderung der Art, des Ortes oder Umfangs der Tätigkeit eines seiner Arbeitnehmer. In Betrieben mit mehr als 20 Angestellten hat hierbei der Betriebsrat ein Vetorecht.

Urlaub

Es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub. Bei einer 6-Tage Woche liegt er bei mindestens 24 Tagen, bei einer 5-Tage Woche bei 20 Tagen. Um diesen Anspruch als Arbeitnehmer zu haben sind die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden dabei irrelevant.

Teilzeitarbeit

Eine Beschäftigung in Teilzeit hat gegenüber einer Beschäftigung in Vollzeit ein zeitlich geringeres Arbeitsvolumen. Maßstab sind dabei die betriebsinternen Regelungen.

Leiharbeit

Leiharbeit. ist eine durch eine Zeitarbeitsfirma bereitgestellte Arbeit. Arbeitgeber wenden sich dabei an eine Zeitarbeitsfirma und leihen sich von ihr, p nach Bedarf die Arbeitnehmer.

Zeitarbeit

Zeitarbeit ist eine durch eine Zeitarbeitsfirma bereitgestellte Arbeit. Arbeitgeber wenden sich dabei an eine Zeitarbeitsfirma und leihen sich von ihr, je nach Bedarf die Arbeitnehmer.

Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis ist ein von Arbeitgeber erstelltes Schreiben, welches Informationen über das jeweilige Dienstverhältnis enthält. Dabei beinhaltet das einfache Arbeitszeugnis lediglich sachliche Informationen, während das qualifizierte Arbeitszeugnis individuell auf den Arbeitnehmer eingeht. Es besteht ein Anspruch auf das qualifizierte Arbeitszeugnis. Zudem muss es „wohlwollend“ geschrieben sein.

Betriebsänderung

Eine Betriebsänderung ist eine grundlegende Umgestaltung des betroffenen Betriebs. Dabei können Zweige des Betriebes, oder sogar der ganze Betrieb ausfallen. Die wirtschaftlichen Folgen für die Arbeitnehmer können dabei beachtlich werden, weshalb der Arbeitgeber bei einer geplanten Betriebsänderung verpflichtet ist, gleichzeitig einen Sozialplan auszuarbeiten.

Interessenausgleich

Damit bei einer Betriebsänderung auch die Arbeitnehmer ihre Positionen geltend machen können, dient der Interessenausgleich einer Einigung zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber.

Sozialplan

Durch eine Betriebsänderung können Arbeitnehmer in eine wirtschaftlich nachteilige Situation gerückt werden. Es ist die Aufgabe eines Sozialplans dies soweit wie möglich zu verhindern.

Gleichstellung

Als Gleichstellung bezeichnet man alle Versuche, keinen Arbeitnehmer aufgrund von Geschlecht, Religionszugehörigkeit oder Behinderung zu bevor-, oder zu benachteiligen.

Anschlussfrist

Die Ausschlussfrist ist diejenige Frist, nach der ein rechtmäßiger Anspruch auf eine Leistung erlischt, falls er innerhalb dieser Frist nicht wahrgenommen wurde.

Ausbildung

Als Ausbildung bezeichnet man die Zeit in der ein Beruf erlernt und mit einer bestandenen Gesellen-, Facharbeiter-, oder Abschlussprüfung beendet wird.

Arbeitsunfall

Zu den Arbeitsunfällen zählen Unfalle bei Ausübung eines Ehrenamtes, bei Pflege eines nahen Angehörigen im eigenen Wohnhaus, während des Schulbesuchs oder der Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall oder Unfälle eines Kindes während des Kitabesuchs. Für Behandlungen von Arbeitsunfällen kommen die gesetzlichen Unfallversicherungen auf.

Arbeitslosengeld I

Das Arbeitslosengeld I ist eine Versicherungsleistung. Arbeitnehmer müssen mindesten 12 Monate lang Abgaben gezahlt und sich nach Verlust des Arbeitsplatzes bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben, um einen Anspruch auf das Alg I zu haben. Die Auszahlungsrate liegt bei 67% für Arbeitslose mit Kind und bei 60% für diejenigen ohne. Die Gesamtdauer der Zahlung hängt mit der Dauer der vorherigen Einzahlungen zusammen. Der Anspruch reicht von 6 bis 24 Monaten.

Abwicklungsvertrag

Der Abwicklungsvertrag regelt im Gegensatz zum Aufhebungsvertrag nur die Vereinbarung nach dem Vertragsende. Ihm geht gewöhnlicher Weise eine Kündigung oder ähnliches voraus.

Aufhebungsvertrag

Der Aufhebungsvertrag beendet ein Vertragsverhältnis einvernehmlich. In ihm finden sich gewöhnlich auch weitere Vereinbarungen, die mit dem Vertragsende einhergehen, wie beispielsweise eine Abfindung.

Betriebliche Übung

Lässt der Arbeitgeber bestimmte Muster erkennen, mit denen er seinen Arbeitnehmern in regelmäßiger Wiederholung Leistungen, wie Weihnachtsgeld, Prämien, Urlaubsansprüche oder ähnliches gewährt, darf der Arbeitnehmer von einer dauerhaften Wiederkehr ausgehen. Der Arbeitgeber ist fortan verpflichtet die angewöhnten Begünstigungen regelmäßig auszusprechen und muss die Erwartungen seiner Arbeitnehmer erfüllen.

Gleichbehandlungsgrundsatz

Der Gleichbehandlungsgrundsatz gebietet es dem Arbeitgeber, Angestellte aus willkürlichen, dem Arbeitsverhältnis nicht entsprechenden Gründen gegenüber anderen Angestellten zu benachteiligen.

Auszubildender

Als Auszubildenden bezeichnet man eine Person, die sich in einer Berufsausbildung befindet. Diese endet im Idealfall mit einer bestandenen Gesellen-, Facharbeiter- oder mit einer Abschlussprüfung.

Arbeiter

Als Arbeiter bezeichnet man einen Arbeitnehmer, der einer Tätigkeit nachgeht, deren Ausführung eher körperliche Kapazitäten fordert.

Angestellter

Als Angestellten bezeichnet man einen Arbeitnehmer, der einer Tätigkeit nachgeht, deren Ausführung eher geistige Kapazitäten fordert.

Lohnnebenkosten

Bei den Lohnnebenkosten handelt es sich um eine anteilige Zahlung zu den Sozialversicherungskosten des angestellten Arbeitnehmers, die gesetzlich verpflichtend vom Arbeitgeber übernommen werden muss.

Rente

Als Rente bezeichnet man einen regelmäßig auszuzahlenden Betrag, auf den man nach Beendigung seines Arbeitslebens aufgrund von Krankheit, Verletzung oder Alter, sowie aufgrund seines sozialen Status und Vereinbarungen mit seiner Versicherung Anspruch hat.

Solidaritätsprinzip

Das Solidaritätsprinzip ist die Grundidee der Sozialversicherung in Deutschland. Es bedeutet für die gesetzliche Krankenversicherung, dass Leistungen für die Versicherten nicht individualisiert werden und für alle gleich sind, unabhängig von dem was der Versicherte einkommensabhängig eingezahlt hat. Für alle anderen Sozialversicherungen gilt dies nicht im vollen Ausmaß, da zum Beispiel Arbeitslosengeld und Rente an die vorherigen, individuellen Zahlungen gekoppelt sind.

Generationenvertrag

Als Generationenvertrag bezeichnet man die Tatsache, dass in unserem Rentensystem immer jeweils die jüngere, arbeitende Generation für die akuten Bedürfnisse bzw. Forderungen der älteren, Rente beziehenden Generation aufkommt.

Nachhaltigkeitsrücklage

Die Nachhaltigkeitsrücklage ist eine Reserve der der deutschen Rentenversicherung und dient ihr dazu, konjunkturelle Schwankungen auszugleichen und so ihre Zahlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Praktikant, Praktium

Der Praktikant partizipiert für eine vorher festgelegte Zeitdauer am Arbeitsprozess eines Betriebes, um die Anwendung seines theoretischen Wissen in der Praxis zu erfahren und seine Kenntnisse im allgemeinen zu erweitern - Die Bezeichnung für dieses Beschäftigungsverhältnis lautet Praktikum.

Sozialversicherung

Die in Deutschland angewendete Art der Sozialversicherung hat zur Folge, dass sich alle Arbeitnehmer nach dem Solidaritätsprinzip gegenseitig gegen Krankheit, Mutterschaft, Pflegebedürftigkeit, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten, Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung, Alter und Tod versichern.

Arbeitnehmerähnliche Person

Eine arbeitnehmerähnliche Person ist ein selbstständiger Unternehmer, der von einem einzelnen Auftraggeber wirtschaftlich abhängig ist. Arbeitsrechtlich handelt es sich dabei unter bestimmten Bedingungen noch nicht um eine Scheinselbständigkeit.

Generalstreik

Als Generalstreik bezeichnet man einen Streik eines ganzen Landes oder einer Region, um die gesamte Wirtschaft lahm zu legen. Meistens ist er dabei politisch motiviert. Der Generalstreik wird in Deutschland nicht vom Streikrecht geschützt.

Streikrecht

Wird ein Streik von einer Gewerkschaft organisiert, handeln die teilnehmenden Arbeitnehmer gegenüber ihrem Arbeitgeber nicht pflichtwidrig, da sie vom sogenannten Streikrecht geschützt werden.

Rentenversicherungspflicht

Die Rentenversicherungspflicht besteht für alle Arbeitnehmer der Privatwirtschaft. Für Freischaffende und Selbständige ist sie jedoch nicht verpflichtend.

Niedriglohn

Unter dem Begriff Niedriglohn werden alle Lohnzahlungen zusammen gefasst, die unter dem Durchschnittslohnniveau auf dem regulären Arbeitsmarkt liegen.

Entfernungszulage

Eine Entfernungszulage ist ein Bonus, der für einen übermäßig langen Weg zur Arbeitsstätte vom Arbeitgeber ausgezahlt wird.

Bonus

Als Bonus bezeichnet man jede Art von Gutschriften, Zahlungen oder Vergütungen die für den Bonusempfänger von Vorteil sind.

Akkordlohn

Beim Akkordlohn wird eine Leistung nicht pro Stunde vergütet, sondern jeweils einmalig für die gesamte erbrachte Leistung oder Teilleistung.

Prämie

Unter Prämie versteht man meistens eine Sonderzahlung, die als Belohnung für das Erreichen eines vorher definierten Ziels ausgezahlt wird.

Kündigungsschutzklage

Wenn Arbeitnehmer gekündigt werden, obwohl ihrer Meinung nach ein effektiver Kündigungsschutz besteht, so kann vor dem zuständigen Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage eingereicht werden

Lohnspreizung

Als Lohnspreizung bezeichnet man das Gefälle zwischen den einzelnen Bürgern vom wirtschaftlichen Standpunkt aus.

Tarifautonomie

Die Tarifautonomie ist in Deutschland im Grundgesetz verankert. Koalitionen ist es demnach erlaubt, Vereinbarungen über Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen, insbesondere Tarifverträge über das Arbeitsentgelt so abzuschließen, das sie rechtlich bindend sind, ohne das der Gesetzgeber diesen zustimmen muss.

Gehalt

Als Gehalt bezeichnet man ein festes Monatsgehalt, das unabhängig von den tatsächlichen Arbeitsstunden und der geleisteten Arbeit ausgezahlt wird. So in den meisten Anstellungsverhältnissen.

Lohn

Als Lohn bezeichnet man eine Vergütung für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden. So meist bei Gewerbetreibenden.

Bruttogehalt

Das Bruttogehalt ist das gesamte, im Arbeitsvertrag festgelegte monatliche Gehalt, ohne steuerliche oder sozialpflichtige Abgaben. Je nach Steuerklasse entspricht es mal mehr mal weniger dem Nettogehalt.

Bruttolohn

Der Bruttolohn ist der Lohn für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden des Arbeitnehmers vor allen steuerlichen und sozialpflichtigen Abgaben. Je nach Steuerklasse entspricht er mal mehr, mal weniger dem Nettolohn.

Nettogehalt

Das Nettogehalt ist das im Arbeitsvertrag festgelegte monatliche Gehalt, das unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeit ausgezahlt wird und dem schon alle steuerlichen und sozialpflichtigen Abgaben abgezogen wurden.

Nettolohn

Der Nettolohn ist der Betrag, den ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber für tatsächlich geleistete Arbeitsstunden nach Abzug aller steuerlichen und sozialpflichtigen Beiträge für seinen privaten Lebensunterhalt erhält.

Gesamtmetall

Gesamtmetall ist die Kurzform für den Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e. V., des Zusammenschlusses der Landesarbeitgeberverbände der deutschen Metall- und Elektroindustrie.

Entgeltdifferenzierung

Die Entgelddifferenzierung versucht zu erörtern, ob die vom Arbeitnehmer gebrachte Leistung mit einer vom Arbeitgeber angemessenen Leistung vergütet wird und stellt sich somit in den Dienst der Entgeltgerechtigkeit.

Tarifvertrag über das Entgelt-Rahmenabkommen (ERA)

Beim ERA handelt es sich um ein Abkommen zwischen der Gewerkschaft IG METALL und dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Gegenstand des Abkommens ist eine gerechtere Entgeltung durch Vereinheitlichung zwischen beiden Parteien zu gewährleisten.

Arbeitsbelastung

Unter dem Begriff Arbeitsbelastung werden alle Faktoren zusammengezählt, die eine physische oder psychische Belastung für die arbeitende Person darstellen. Dazu werden sowohl die individuelle Verfassung des Arbeitenden, wie Überarbeitung oder ähnliches, als auch die die äußeren Umstände des Arbeitsplatzes, wie zum Beispiel Lärm, betrachtet.

Öffentliches Recht

Das öffentliche Recht enthält neben der Regelungen aller Rechtsbeziehungen zwischen Bürger und Staat auch die Regelungen der Dienstverhältnisse von Beamten.

Öffentlicher Dienst

Als öffentlichen Dienst bezeichnet man die Tätigkeit aller beim Staat angestellten Personen. Darunter zählt man Beamte, Richter, Rechstreferendare, Soldaten und Angestellten von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen.

Privatwirtschaft

Als Privatwirtschaft bezeichnet man die Gesamtheit aller Unternehmen, die nicht in öffentlichem oder staatlichem Besitz sind.

Staatsdienst

Als Staatsdienst bezeichnet man die Tätigkeit aller beim Staat angestellten Personen. Dazu zählt man Beamte, Richter, Rechstreferendare, Soldaten und Angestellten von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen.

Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung eines bestimmten Arbeitsplatzes richtet sich nach Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes. Gefährdungen für die Arbeitnehmer sollen dadurch erkannt und Schäden vorgebeugt werden.

Personalmanagement

Als Personalmanagement ist bezeichnet man die Aufgabe, das Personal eines Betriebes mit der größtmöglichen Effizienz einzusetzen und alle Ressourcen nutzbar zu machen.

Arbeitsvorbereitung

Ziel der Arbeitsvorbereitung ist es, einen reibungslosen Ablauf des Produktionsprozesses zu gewährleisten. Damit Termine eingehalten werden können muss die Arbeitsvorbereitung – der Begriff ist auch für diese spezielle Abteilung verwendbar – Pläne zur effizienten Produktion erstellen.

Arbeitszeitmanagement

Unter Arbeitszeitmanagement versteht man die Koordinierung der Arbeitszeiten der verfügbaren Arbeitskräfte, um sich individuell an de Gegebenheiten des Produktionsprozesses anzupassen. Es liegt damit an der Schnittstelle zwischen Arbeitsvorbereitung und Personalmanagement.

Entgelt

Die in einem Vertrag ausgemachten Leistungen, die man durch eine andere zu erbringende Leistung erhält, bezeichnet man als Entgelt. Das Wort leitet sich von dem Verb entgelten ab und hat damit keine direkt begriffliche Verbindung zum Wort Geld.

Betriebsverfassung

Bei der Betriebsverfassung handelt es sich um eine Grundordnung, die die Zusammenarbeit von Arbeitgeber und der von den Arbeitnehmern gewählten betrieblichen Interessenvertretung, wie regelt.

Direktionsrecht

Das Recht des Arbeitgebers seinen Beschäftigten Anweisungen zu geben und eine Ausführung, soweit die Anweisungen mit den Inhalten des Arbeitsvertrags übereinstimmen, zu erwarten, bezeichnet man als Direktionsrecht.

Arbeitsprozess

Als Arbeitsprozess versteht man im Arbeitsrecht eine Produktion von Gütern oder Erbringung von Dienstleistungen mithilfe von Arbeitsteilung. Mehrere Personen beteiligen sich dabei kooperativ und mit unterschiedlichen Aufgaben am Arbeitsprozess.

Arbeitszeitgesetz

Das Arbeitszeitgesetz regelt die höchst zulässige tägliche Arbeitszeit, die Mindestruhepausen während der Arbeitszeit und zwischen Beendigung und Wiederaufnahme der Arbeit, sowie die Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen und die Schutzvorschriften für Nachtarbeit. Sowohl Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer sind verpflichtet sich an die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes zu halten.

Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern - EMFV)

Die EMFV ist eine Verordnung, die sich der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer, die beim Ausüben ihrer Tätigkeit mit elektromagnetischen Felder in Kontakt kommen, widmet. Ihre Inhalte sind für den Arbeitgeber verpflichtend.

Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)

Die ArbMedVV ist eine Verordnung, die sich der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer widmet, Sie erwartet vom Arbeitgeber, arbeitsbedingte Erkrankungen seiner Beschäftigten frühzeitig zu erkennen und bestenfalls zu verhüten.

PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV)

Die PSA-BV ist eine Verordnung, die sich der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer widmet. In ihr wird die verpflichtende Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung durch den Arbeitgeber geregelt.

Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV)

Die LasthandhabV ist eine Verordnung, die sich der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer, die sich beim Ausüben ihrer Tätigkeit einer manuellen Handhabung von Lasten aussetzen müssen, widmet. Ihre Inhalte sind für den Arbeitgeber verpflichtend.

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

Die GefStoffV ist eine Verordnung, die sich der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer, die beim Ausüben ihrer Tätigkeit mit Gefahrenstoffen in Kontakt kommen, widmet. Ihre Inhalte sind für den Arbeitgeber verpflichtend.

Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen einzelnen Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie zwischen den Vertretungsorganen und Koalitionen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Ersteres wird dabei als Individualarbeitsrecht, letzteres als Kollektivarbeitsrecht bezeichnet.