Aktuelles

Das Wettbewerbsverbot im GmbH Gesellschaftsvertrag

Das Wettbewerbsverbot in der GmbH Satzung.

Wettbewerbsverbote für Gesellschafter einer GmbH können in der Satzung einer Gesellschaft vereinbart werden (Scholz/Emmerich, GmbHG, 10. Aufl., § 3 Rdnr. 89; Pentz, in: Rowedder/Schmidt-Leithoff, GmbHG, 4. Aufl., § 13 Rdnr. 87).

Sie sind aber nur in den von § 1 GWB vorgegebenen Grenzen zulässig (vgl. BGHZ 104,246).

Bundesarbeitsgericht 6 AZR 4/18 - Zahlung der Abfindung in der Insolvenz

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich geeinigt: Der Arbeitsvertrag wird gegen Zahlung einer Abfindung aufgelöst. Wenig später muss der Arbeitgeber allerdings Insolvenz anmelden. Was wird nun aus der Abfindung für den Arbeitnehmer? Wird sie zu einer Insolvenzforderung unter vielen oder ist sie als Masseverbindlichkeit einzustufen, die vorab beglichen werden muss.  „Für den Arbeitnehmer hängt von dieser Frage viel ab. Für ihn macht es einen großen finanziellen Unterschied wie die Abfindung insolvenzrechtlich eingeordnet wird“, sagt Rechtsanwalt Ralf Buerger, Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Kameraüberwachung am Arbeitsplatz

Videoüberwachung am Arbeitsplatz

Die permanente Videoüberwachung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber führt unter Umständen zu hohen Schadenersatzforderungen des Arbeitnehmers. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Mecklenburg-Vorpommern hat eine Arbeitgeberin dazu verurteilt, an einen von ihr überwachten Arbeitnehmer 2.000,00 Euro Schadensersatz zu leisten (Urteil v. 24.05.2019 – 2 Sa 214/18).

Fake Rechnungen

Fake Rechnungen

In der hiesigen Region und darüber hinaus kursiert aktuell eine massive Betrugswelle mit gefälschten Rechnungen, die im Namen der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) sowie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) verschickt werden. Die Täter wenden sich insbesondere an Unternehmen aus Hagen, Wetter (Ruhr), u.a., betroffen sind jedoch auch andere Regionen und Branchen.

Ablauf und Merkmale der Betrugsmasche

Das Erbscheinsverfahren, § 2353 BGB - Vorlage einer Sterbeurkunde „nur für Rentenzwecke“ beim Nachlassgericht.

Die Vorlage einer Sterbeurkunde „nur für Rentenzwecke“ beim Nachlassgericht im Rahmen des Erbscheinsverfahrens gem. § 2353 BGB.

Welche Beweiswirkung hat eine solche Urkunde mit dem eingeschränkten Geltungsvermerk?

 

A. Normen und Sachverhalt

 

Gem. § 352 FamFG gilt (hier ausschnittweise):

„Angaben im Antrag auf Erteilung eines Erbscheins; Nachweis der Richtigkeit

(1) Wer die Erteilung eines Erbscheins als gesetzlicher Erbe beantragt, hat anzugeben

Der Handelsvertreter

Der Handelsvertreter

 

I. Der Begriff des Handelsvertreters wurde vom Gesetzgeber in § 84 Abs.1 HGB definiert: 

§ 84 Handelsgesetzbuch

(1) Handelsvertreter ist, wer als selbständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Selbständig ist, wer im wesentlichen frei seine Tätigkeit gestalten und seine Arbeitszeit bestimmen kann.

Haftungsrisiken des GmbH Geschäftsführers

Haftungsrisiken des GmbH Geschäftsführers

Die §§ 39 ff. GmbHG regeln u.a. das Pflichtenprogramm für die Tätigkeit des GmbH-Geschäftsführers.

Dazu gehören die Anmeldungen zum Handelsregister, die Einreichung und die Aktualisierung der Gesellschafterliste, die Buchführung der Gesellschaft, die Vorlage des Jahresabschlusses und des Lageberichts usw.

Scha­dens­er­satz wegen vor­sätz­li­cher sit­ten­wid­riger Schä­d­i­gung

Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz hat entschieden, "dass VW einem Käufer eines vom Abgasskandal betroffenen Pkw wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zu Schadensersatz verpflichtet sei". Das Unternehmen kündigte umgehend Revision an. Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz hat entschieden, dass die Volkswagen AG dem Käufer eines vom Abgasskandal betroffenen Dieselfahrzeugs wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zu Schadensersatz verpflichtet ist (Urt. v. 12.06.2019, Az. 5 U 1318/18). Der Käufer müsse sich aber einen Nutzungsvorteil anrechnen lassen.

Handynutzung am Steuer – Einspruch gegen Bußgeld kann sich lohnen

Unstreitig stellt die Handynutzung am Steuer eine erhebliche Gefahrenquelle im Straßenverkehr dar. Wer erwischt wird muss mit einem Bußgeld rechnen. „Allerdings stellt nicht jede ,Verwendung‘ des Mobiltelefons einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung dar. Das bedeutet, dass nicht jedes Bußgeld berechtigt ist“, stellen die Rechtsanwälte von Buerger-Recht klar.

Der erfahrene Rechtsanwalt verweist in diesem Zusammenhang auf zwei aktuelle Beschlüsse der Oberlandesgerichte Celle und Stuttgart.

OLG Celle, Beschluss vom 07.02.2019, 3 Ss (OWi) 8/19:

Fake Inkasso

Immer häufiger sehen sich Verbraucher und Unternehmen mit professionell gestalteten, aber betrügerischen Inkassoschreiben konfrontiert. Aktuell kursieren besonders raffinierte Fälschungen, die angeblich im Namen der EOS Deutscher Inkasso-Dienst GmbH und im Auftrag von Amazon Deutschland S.à r.l. verschickt werden. Diese Schreiben behaupten, es liege bereits ein vollstreckbarer Titel vor, und drohen mit Maßnahmen wie Zwangsvollstreckung, Kontopfändung und SCHUFA-Einträgen. Oft ist eine täuschend echt wirkende Rechnung beigefügt. Wer daraufhin zahlt, wird Opfer eines dreisten Betrugs.

Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern bzw. verweigern!

Rechte bei der vorzeitigen Ablösung von Immobilien­krediten. Die Vorfälligkeitsentschädigung!Nach einem Urteil des Landgerichts Darmstadt muss der Verbraucher die Vorfälligkeitsentschädigung nicht zahlen (Az. 13 O 6/22 Urteil vom 14. Juni 2022 ). Grund ist, dass die Bank die Berechnungsmethode für die Vorfälligkeitsentschädigung nicht korrekt dargestellt hat. Das OLG Frankfurt hat schon klargestellt, dass die Bank ihren Anspruch auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verliert, wenn sie die Berechnungsmethode nicht ordnungsgemäß darstellt (Az.: 17 U 810/19, Urteil vom 1. Juli 2021 ). Der BGH hat die Nichtzulassungsbeschwerde der Bank gegen das Urteil zurückgewiesen, so dass die Entscheidung des OLG Frankfurt rechtskräftig ist (Az. XI ZR 320/20).

Insolvenz der GenoGen eG

Beteiligungen bei der GenoGen eG erwiesen sich für die Mitglieder der Genossenschaft als finanzieller Fehlschlag. Als „Genossenschaft für Generationen“ lockte die GenoGen die Anleger mit vermeintlich lukrativen Immobiliengeschäften und hohen Renditen. Daraus wurde nichts.

BaFin zu den Gefahren des Schwarzen Kapitalmarkts

Das BaFin Journal beschäftigt sich in der Ausgabe vom Dezember 2018 mit den Gefahren des Schwarzen Kapitalmarkts:

Schwarzer Kapitalmarkt - Wenn Anbieter Geschäfte oder Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis der BaFin erbringen

OLG Frankfurt: Wettbewerbswidrige Abwerbeversuche über privates Handy des Arbeitnehmers

Arbeitgeber sind immer auf der Suche nach guten Arbeitskräften. Sie dürfen diese allerdings nicht an ihrem Arbeitsplatz abwerben. Solche Abwerbeversuche verstoßen gegen das Wettbewerbsrecht. Nach einem rechtskräftigen Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 9. August 2018 ist ein solcher Abwerbeversuch auch dann rechtswidrig, wenn der Arbeitnehmer nicht auf seinem dienstlichen Telefon, sondern auf seinem privaten Handy angerufen wird (Az.: 6 U 51/18).

BAG zu Ausschlussklauseln im Arbeitsvertrag – Mindestlohn muss ausgenommen sein

Ausschlussklauseln lassen sich in den meisten Arbeitsverträgen finden. Arbeitgeber müssen aber aufpassen: Der Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn muss von diesen Klauseln ausgenommen sein. Ansonsten ist die Ausschlussklausel unwirksam. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom  18. September 2018 entschieden (Az.: 9 AZR 162/18).

Anlageberatung: Geeignetheitserklärung schließt Falschberatung nicht aus

Anlageberater dürfen Anlegern nur solche Geldanlagen empfehlen, die zu ihnen passen. Sie müssen die Erfahrung des Anlegers in finanziellen Angelegenheiten, seine finanziellen Möglichkeiten, seine Anlageziele und seine Risikobereitschaft beachten, ehe sie eine Empfehlung für eine bestimmte Geldanlage aussprechen.

OLG Hamm: Unwirksame Klausel bei Nachrangdarlehen

Nachrangdarlehen sind für die Darlehensgeber schon deshalb mit einem hohen Risiko verbunden, weil ihre Forderungen im Insolvenzfall hinter die Ansprüche der erstrangigen Gläubiger zurückfallen. In der Praxis bedeutet dies, dass die Darlehensgeber ihr investiertes Kapital komplett verlieren können.

BAG: Betriebsrat muss Vergleich über Sozialplanabfindung zustimmen

Steht einem Arbeitnehmer laut Sozialplan oder einer Betriebsvereinbarung nach seiner Kündigung eine Abfindung zu, kann er auf diese Ansprüche nur mit Zustimmung des Betriebsrats verzichten. Eine Abgeltungsklausel, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber geschlossen haben, kann ohne diese Zustimmung ungültig sein, wie das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 25. April 2017 bestätigte (Az.: 1 AZR 714/15).

Gütestelle nach § 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO im Gerichtsbezirk OLG Hamm

Eine außergerichtliche Streitschlichtung ist in vielen Fällen die beste einem Mandanten zu empfehlende Vorgehensweise in einem juristischen Verfahren. Eine wichtige Rolle spielt dabei eine staatlich anerkannte Gütestelle.Außergerichtliche Streitschlichtung obligatorischBei bestimmten zivilrechtlichen Streitigkeiten ist in Nordrhein-Westfalen im Übrigen eine außergerichtliche Streitschlichtung obligatorisch. Dies bedeutet, dass eine Klage vor Gericht erst dann zulässig ist, wenn zuvor versucht wurde, die Streitigkeit vor einer anerkannten Gütestelle einvernehmlich beizulegen. Folgende Rechtsbereiche werden von der obligatorischen außergerichtlichen Streitschlichtung erfasst: • Nachbarrechtsstreitigkeiten • Ehrschutzverfahren • Streitigkeiten über die zivilrechtlichen Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.Rechtsanwalt Buerger ist seit fast 20 Jahren erfahren als anerkannte Gütestelle i.S.d. § 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO und lädt alle Anwaltkollegen- und - kolleginnen im Gerichtsbezirk des OLG Hamm ein, weitere Informationen zum Thema "Gütestelle" einzuholen. Aber auch Privatleute können sich gern an Herrn Buerger wenden, um ihre zivilrechtlichen Rechtsangelegenheiten einer außergerichtlichen Streitbeilegung zuzuführen.Ihr AnsprechpartnerRA Ralf BuergerUntere Lindenstr. 458089 Hagenmail@ra-ralf-buerger.de Tel.: 02331/961602 Fax.: 02331/961601

Neckermann Neue Energien AG: Schadensersatz wegen unwirksamer Klauseln

Marlene Neckermann dürfte es oft bereut haben, dass sie ihren guten Namen für eine dubiose Geschäftsidee hergegeben hat. Verständlich, dass sie der Namensverwendung inzwischen widersprochen hat. So einfach ist es für die Anleger, die in Nachrangdarlehen der Neckermann Neue Energien AG investiert haben, nicht. Sie vertrauten auf den guten Namen und hofften auf hohe Renditen.

Nachrangdarlehen: Schadensersatzansprüche der Anleger wegen unzulässiger Klauseln in den AGB

Nachrangdarlehen sind hoch spekulative Geldanlagen. Anlegern werden in der Regel mit hohen Zinsen gelockt. „Für die Zinsen zahlen die Anleger aber auch einen hohen Preis. Sie haben das Risiko des Totalverlusts. Das ist bei Nachrangdarlehen immer wieder festzustellen. Aktuell droht das etwa den Anlegern der Treuk AG“, sagt Rechtsanwalt Ralf Buerger.

AGB-Prüfung bei Nachrangdarlehen

Rechtsanwalt Ralf Buerger aus Hagen ist seit Jahren fokussiert auf die juristische Beratung und Begleitung von Opfern so genannter Nachrangdarlehen. Nachrangdarlehen werden als Instrument des Kapitalmarktes zunehmend von Firmen zur Projektfinanzierung genutzt: Buerger: „Leider nicht selten genug auch als letzte Rettung vor der Insolvenz! Für von Zahlungsunfähigkeit bedrohte Unternehmen ist das Werben um Nachrangdarlehen oft die letzte Chance, mit frischem Geld die Liquidität zu erhalten.“

Mangelbeseitigung beim Gebrauchtwagen – Käufer kann Transportkostenvorschuss verlangen

Wer ein Auto kauft – egal ob neu oder gebraucht – hat einen Anspruch darauf, dass das Fahrzeug einwandfrei ist, d.h. keine Mängel aufweist. Tauchen Mängel auf, kann der Käufer innerhalb einer Frist die Beseitigung der Mängel verlangen. Aber nicht nur das: Muss das Auto zwecks Reparatur in die Werkstatt des Händlers, muss dieser auch die Transportkosten übernehmen und ggf. auch vorstrecken. Das hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 19. Juli 2017 entschieden (Az.: VIII ZR 278/16).

Autokauf im Internet – Fahrzeug muss beschriebene Beschaffenheit aufweisen

Wer ein Auto kaufen möchte, sucht häufig auf den gängigen Plattformen im Internet nach dem passenden Modell. Die Angaben in der Fahrzeugbeschreibung werden dabei Grundlage einer konkludenten Beschaffenheitsvereinbarung, wenn sie nicht ausdrücklich widerrufen werden. Das stellte das Oberlandesgericht Hamm mit Urteil vom 21. Juli 2016 fest (Az.: 28 U 2/16).

BHW zahlt im Streit um unzulässigen Schufa-Eintrag

Im Streit um zwei Verbraucherdarlehensverträge, welche im Februar 2008 abgelöst werden sollten, kam es zwischen dem Darlehensnehmer und der Beklagten BHW Bausparkasse AG aktuell vor dem OLG Hamm zu einem interessanten Vergleich. Zwischen den Parteien war grundsätzlich streitig, ob die Darlehen tatsächlich abgezahlt wurden oder, wie die Beklagte BHW behauptete, ob noch Restforderungen in Höhe von 1.700 Euro offen waren.

Kontoprüfung – Schaden durch zu hohe Zinsen und Gebühren

Ohne Konto kein Gewerbe - und da Liquidität für ein Unternehmen überlebenswichtig ist, gehört ein sicherer und vertrauensvoller Umgang mit dem Thema "Überziehung" zur Grundlage modernen Unternehmertums. Hier wird Fairness und Korrektheit von beiden Seiten verlangt. Die Bank verlangt vereinbarte Rückzahlungen und dass sich der Darlehensnehmer an die Vereinbarungen hält. Der Unternehmer verlangt von seiner Bank, dass sie richtig abrechnet und sich aus der Notlage keine eigenen Vorteile verschafft. Allerdings: Bei letzterem sieht die Realität anders aus. 

Wegen Schwarzfahren mit gefälschtem Ticket Einstellung als Lehrer abgelehnt

Nachdem ein junger Mann sich beim Land Berlin erfolgreich um eine Stelle als Lehrer beworben hatte, glaubte er seine berufliche Zukunft erst einmal in trockenen Tüchern zu haben. Als sein neuer Arbeitgeber allerdings das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis des Mannes unter die Lupe nahm, machte ein relativ harmloses Delikt, das auch ausschließlich im erweiterten Führungszeugnis notiert wurde, dem Mann einen Strich durch die Rechnung.

Wegen Manipulation der Kinder: „Umgang nur unter Aufsicht des Jugendamtes“

Weil ein Vater seinen Kindern ein schlechtes Bild von deren Mutter vermittelte, gestattete das Amtsgericht Oldenburg ihm den Umgang nur noch unter Aufsicht des Jugendamtes. Es handelte sich dabei um eine gezielte Manipulation der Kinder, weswegen sich das Gericht gezwungen sah, schützende Maßnahmen zu ergreifen. Diese fielen nicht zuletzt deshalb so drastisch aus, weil der Mann mehrfach betonte, die deutsche Rechtsprechung nicht anzuerkennen. Eine einfache Verwarnung oder Belehrung käme deshalb sicherlich zu kurz.

Insolvenzgeld

Wenn ein Arbeitgeber nicht mehr zahlungsfähig ist, kann er seinen Angestellten naturgemäß auch keine Löhne und Gehälter auszahlen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die ausstehenden Forderungen der betroffenen Arbeitnehmer dann in Form von Insolvenzgeld vom Arbeitsamt ausgezahlt werden. Einen Anspruch auf Insolvenzgeld haben Arbeitnehmer, Heimarbeiter, beschäftigte Studenten und Schüler, Auszubildende sowie geringfügig Beschäftigte bis zu 3 Monate nach dem Insolvenzereignis.

Kein gemeinsames Sorgerecht wegen andauernden Streitigkeiten

Bei unverheirateten Eltern steht das alleinige Sorgerecht zunächst der Mutter zu. Erst durch einen Antrag eines Elternteils kann dem Vater das Sorgerecht erteilt werden. Das Familiengericht macht seine Entscheidung dabei ausschließlich vom Kindeswohl abhängig. Ein Antrag kann deshalb auch abgelehnt werden, wenn die Eltern zu keinerlei Kooperation oder Kommunikation miteinander bereit sind.

Unterhaltsvorschuss

Beim sogenannten Unterhaltsvorschuss handelt es sich um eine staatliche Sozialleistung. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn unterhaltspflichtige Elternteile ihrer Zahlungspflicht für den Kindesunterhalt, egal ob aus Vorsatz oder aus Unvermögen, nicht nachkommen. Es geht also konkret darum, in jedem Fall zu verhindern, dass ein oder gegebenenfalls  auch mehrere Kinder von Armut betroffen werden. Der Unterhaltsvorschuss kann beim Jugendamt beantragt werden.

Türkischstämmiger Mitarbeiter zeigt Hitlergruß vor dem Betriebsrat und wird fristlos gekündigt

Weil sich ein Mitarbeiter vom Betriebsratsvorsitzenden nach einem Streit mit dem Hitlergruß und den Worten „Du bist ein heil, du Nazi“ verabschiedete, wurde er fristlos gekündigt. Gegen die Kündigung klagte der seit 2009 tätige Transportfahrer vor dem Arbeitsgericht Hamburg.

Entzug des Sorgerechts durch fehlerhaftes Gutachten – Wer haftet?

Wegen eines fehlerhaften Gutachtens einer vom Jugendamt beauftragten Sachverständigen wurde einem Paar das Sorgerecht für seine zwei 7 und 18 Monate alten Kinder vom Familiengericht entzogen. Über ein halbes Jahr waren die Kinder schon in einer Pflegefamilie untergebracht, als weitere Gutachten zu dem Schluss kamen, dass es sich bei der vermeintlichen Kindesmisshandlung, von der das erste Gutachten zu berichten wusste, um die Folgen einer Erbkrankheit handele.

Unterhaltspflichten gegenüber erwachsenen Kindern

Nachdem ein 26 Jahre junger Mann zum wiederholten Male seine Ausbildung abgebrochen hatte, erklärte sich sein Vater nicht mehr bereit, ihm weiterhin den gesetzlich geregelten Unterhalt zu zahlen. Der Sohn klagte daraufhin gegen seinen Vater, da er, aufgrund einer hyperkinetischen Störung gar nicht in der Lage gewesen sei, die Ausbildung zu beenden und die Abbrüche also nicht an seiner mangelnden Bereitschaft lagen, sondern der gesundheitlichen Störung geschuldet seien.

Auskunftsanspruch über die Entwicklung des eigenen Kindes

Auch wenn einem Elternteil weder das Sorge- noch das Umgangsrecht zusteht, darf er in regelmäßigen Abständen Auskünfte über die Entwicklung seines Kindes von dem Sorgerecht tragenden Elternteil verlangen. Vorausgesetzt, dass der antragstellende Elternteil mit der Auskunft keine rechtsmissbräuchlichen Ziele verfolgt.

Einen entsprechenden Antrag stellte ein 28-jähriger Vater, dem auf Grund diversen Fehlverhaltens, welches sogar in einer Haftstrafe mündete. Die Mutter seines Kindes hatte ihm jegliche Informationen über die Entwicklung des Kindes verweigert.

Sorgerecht durch fehlende Kommunikationsbereitschaft verspielt

Eine Trennung wird für gewöhnlich von etlichen Uneinigkeiten begleitet. Aber spätestens, wenn die Regelung des gemeinsamen Sorgerechts bewerkstelligt werden muss, können Eltern sich nicht davor drücken, vernünftig miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren - soweit der Anspruch…

Widerruf von Nachrangdarlehen

"Nachrangdarlehen sind praktische Vehikel windiger Kapitalanlagemodelle!" Rechtsanwalt Ralf Buerger ist Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und deutschlandweit auf die Durchsetzung von Schadensersatzforderungen von Darlehensgebern spezialisiert, die so genannte partiarische Darlehen als Anlageform in angebliche Renditeprojekte investiert haben und nun vor einem Scherbenhaufen stehen. Nachrangdarlehen werden mitunter als außerordentliches flexibles Kapitalanlageprodukt angepriesen und missbraucht. Buerger: "Damit werden gern dubiose Geschäftsmodelle finanziert, denn die Verantwortlichen wissen genau, dass es sich bei Nachrangdarlehen im Grund um geschenktes Geld ohne jegliche Sicherheiten für den Darlehensgeber geht. Zumindest für Nachrangdarlehen, die bis Mitte 2015 ausgezahlt wurden, mussten keinerlei Prospekte ausgegeben werden. Buerger: "Dieser Bereich wurde von der BAFIN nicht überwacht!" Das hat sich mit dem so genannten Kleinanlegergesetz zum Glück geändert.

Kreditwürdigkeitsprüfung bei Verbraucherdarlehensverträgen

Die Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung bei Verbraucherdarlehensverträgen haben sich im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 erheblich verschärft.

Fachanwalt für Bankrecht Hagen

Als Fachanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht steht Ihnen der spezialisierte Fachanwalt und Rechtsanwalt Ralf Buerger bei Ihren Rechtsangelegenheiten zur Seite, um Ihre Interessen gegenüber der übermächtig erscheinenden Bank als Vertragspartner auf Augenhöhe durchzusetzen.

Bankrecht

Wenn Unternehmen Probleme mit der Bank haben, dann ist das selten ein Kontakt auf Augenhöhe. Wer allerdings gut vorbereitet in Verhandlungen einsteigt und sich nach einer intensiven Prüfung der Qualität der eigenen Finanzierungssituation des Unternehmens bewusst ist, hat gute Chancen, auch sein Gegenüber überzeugen zu können. Wir begleiten Mandanten bei allen Bonitätsproblemen bei der Kreditaufnahme, aber auch in Auseinandersetzungen um Darlehenswiderrufe oder Konten-Prüfungen. 

Vermieterrechte

Auch wenn die andere Seite meist anderer Meinung ist: Auch Vermieter haben Rechte. Wir sind fokussiert auf Wohneigentumsrecht und vertreten Mandanten in Vermieter-Angelegenheiten aller Art.

Arbeitgeber-Rechte

Arbeitgeber haben Rechte und zwar gegenüber ihren Mitarbeitern und auch gegenüber deren Vertretungen. Fachanwälte für Arbeitsrecht begleiten Arbeitgeber bei der Durchsetzung von Kündigungen, aber auch bei der Erstellung von Arbeitsverträgen, Aufhebungsverträgen etc. Wir beraten und betreuen private und öffentlich-rechtliche Unternehmen und Verwaltungen bezüglich der strategischen Entwicklung und Begleitung von personellen Maßnahmen.

Inkasso

Was nutzt Ihnen das verdiente Geld, wenn Sie es nicht bekommen? Wir helfen Ihnen beim Einzug Ihrer Forderungen durch professionelles Anwaltinkasso. Ihr Vorteil: Wir können Ihre Forderungen auch einklagen und sind daher bis zum letzten Schritt Ihr Partner beim professionellen Forderungseinzug.