Fachanwalt für Arbeitsrecht Hagen

Ralf Buerger
Ralf Buerger 02331 / 961 602 mail@ra-ralf-buerger.de
Als Fachanwälte für Arbeitsrecht sind die Hagener Rechtsanwälte Ralf Buerger und Christian Dreier Ansprechpartner für Arbeitnehmer, die arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen anstreben oder von ihnen betroffen sind.

Das Arbeitsrecht unterscheidet grundsätzlich drei verschieden motivierte Kündigungsvarianten:

Bei der betriebsbedingten Kündigung macht der Arbeitgeber geltend, dass eine Kündigung für den Erhalt und die Zukunft des Unternehmens unabdingbar ist bzw. der Arbeitsplatz weggefallen ist. Betriebsbedingte Kündigungen erfolgen z.B., wenn es für den Arbeitgeber nicht mehr genug Arbeit gibt oder Teile des Betriebes stillgelegt werden sollen.

Eine verhaltensbedingte Kündigung hat nichts mit Strukturen und Entwicklungen im Betrieb zu tun, sondern ist nach entsprechenden Abmahnungen eine Reaktion auf Arbeitnehmerverhalten, dass sich schädlich auf Produktionsprozesse oder das Arbeitsklima allgemein auswirkt.

Eine personenbedingte Kündigung reagiert schließlich auf persönliche Eigenschaften des Mitarbeiters, die einer vertragsgemäßen Erfüllung seiner Arbeitnehmerpflichten entgegenstehen. Gründe dafür können körperliche Eigenschaften oder auch persönliche Sachzwänge im Umfeld darstellen.

Natürlich darf ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen, aber insbesondere bei größeren Unternehmen (rechnerisch mehr als 10 Mitarbeiter) greift das Kündigungsschutzgesetz und verlangt, dass Kündigungen gesetzlichen Grundlagen entsprechen. So muss z.B. der Betriebsrat in angemessener und vorgeschriebener Art und Weise einbezogen werden. Ist dies nicht oder falsch geschehen, dann sind Kündigungen unter Umständen unwirksam.

Der Fachanwalt für Arbeitsrecht wurde Herrn Ralf Buerger von der Anwaltskammer verliehen. Dazu waren die Nachweise entsprechender Fälle aus dem Arbeitsrecht sowie der Besuch von Fortbildungsveranstaltungen mit abschließender Prüfung erforderlich.

Grundsätzliches Ziel einer sogenannten Kündigungsschutzklage ist zunächst die Erhaltung des Arbeitsplatzes unter Berücksichtigung vorliegender Vereinbarungen - auch Betriebsvereinbarungen - des Kündigungsschutzgesetzes und weiterer gesetzlicher Vorgaben. Sofern die Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegen Abfindung gewollt ist, handeln wir für unsere Kunden selbstverständlich Maximalpositionen aus. Dabei haben wir im alles im Blick, um die üblichen Probleme mit der Agentur für Arbeit (Sperrfristen, Anrechnung von Abfindungen auf das Arbeitslosengeld I) zu vermeiden.

Fachanwälte prüfen Arbeitsverträge, um in den unterschiedlichsten Klauseln Gründe für einen Ausgleich zugunsten des Arbeitnehmers zu finden oder die gesamte Kündigung unwirksam werden zu lassen.

Die Partnerschaftsgesellschaft Buerger, Schmalz prüft generell Arbeitsverträge, Abmahnungen und Zeugnisse sowie individuell sog. Sprinter-Klauseln, Abfindungsklauseln, Freistellungsklauseln, Wettbewerbsklauseln und Geheimhaltungsklauseln die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart wurden oder werden sollen.

Kündigungsschutz hat im Arbeitsrecht eine große Bedeutung. Durch eine so genannte Kündigungsklage ist Kündigungsschutz vor dem zuständigen Arbeitsgericht einklagbar. Wichtig ist, dass eine Kündigungsschutzklage innerhalb von drei Wochen nach der ausgesprochenen Kündigung eingereicht werden muss. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Kündigung wirksam, was auch für Wiederholungskündigungen gilt. Kündigungsschutzklagen enden meist mit einem Vergleich. So ein Vergleich beinhaltet Angaben zur einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses z.B. durch Zahlung einer Abfindung. Das Arbeitsgericht richtet sich in seinen Entscheidungen nach dem Kündigungsschutzgesetz.

Kommt zwischen Unternehmer und Betriebsrat ein Interessenausgleich über die geplante Betriebsänderung zustande, so ist dieser schriftlich niederzulegen und vom Unternehmer und Betriebsrat zu unterschreiben. Das Gleiche gilt für eine Einigung über den Ausgleich oder die Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, die den Arbeitnehmern infolge der geplanten Betriebsänderung entstehen (Sozialplan). Der Sozialplan hat die Wirkung einer Betriebsvereinbarung. 

§ 17 Kündigungsschutzgesetz /Anzeigepflicht

(1) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, der Agentur für Arbeit Anzeige zu erstatten, bevor er

 

1.

in Betrieben mit in der Regel mehr als 20 und weniger als 60 Arbeitnehmern mehr als 5 Arbeitnehmer,

 

2.

in Betrieben mit in der Regel mindestens 60 und weniger als 500 Arbeitnehmern 10 vom Hundert der im Betrieb regelmäßig beschäftigten Arbeitnehmer oder aber mehr als 25 Arbeitnehmer,

 

3.

in Betrieben mit in der Regel mindestens 500 Arbeitnehmern mindestens 30 Arbeitnehmer

innerhalb von 30 Kalendertagen entlässt. Den Entlassungen stehen andere Beendigungen des Arbeitsverhältnisses gleich, die vom Arbeitgeber veranlasst werden.

Fachanwälte für Arbeitsrecht sind im Verfahren dann gefragt, wenn es über die Kündigung zum Streit kommt und geklärt werden muss, ob die Kündigung überhaupt rechtens ist oder wie ein fairer Interessenausgleich / Sozialplan auszusehen hat. Im Verlauf einer so genannten Massenkündigungsanzeige sind von Arbeitgebern und Arbeitnehmer viele Details zu beachten. In vielen Fällen ergibt sich auch ein Anspruch auf eine Abfindung oder sonstige Entschädigung.

Mobbing & Co. - Weitere Ansprüche von Arbeitnehmern
Aber auch Ansprüche wegen Mobbings, Bossings, Standings, Bullyings werden durchgesetzt. Unerfüllte Lohn/Gehalts- und Urlaubsansprüche sowie die Durchsetzung von sonstigen Arbeitnehmerrechten wie die Abwehr unberechtigter Abmahnungen, einer Teilzeit Beschäftigung, Mutterschutz und Erziehungsurlaub sind ständige Kanzleithemen, ebenso wie Umsetzung, Versetzung am Arbeitsplatz oder so genannte Änderungskündigungen, die wir hinsichtlich der Rechtmäßigkeit prüfen.
Rechte behinderter Mitarbeiter
Wir prüfen aber auch die speziellen Umstände und deren Auswirkungen auf eine Kündigung im Einzelfall wie z.B. die Schwerbehinderteneigenschaft eines gekündigten Mitarbeiters oder in bestehenden Arbeitsverhältnissen die Qualität und Durchführung des betrieblichen Eingliederungsmanagements. Fraglich ist regelmäßig auch, ob die Möglichkeit einer Umsetzung auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz im Unternehmen, insbesondere auch im Rahmen einer Kündigung, Berücksichtigung gefunden hat. Behinderte Menschen haben nicht selten Schadenersatzansprüche gegen ihren Arbeitgeber, da die gesetzlichen Sondervorschriften für behinderte Menschen vom Arbeitgeber nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Arbeitsplätze in Hagen
Hagen, 18.06.2016. Mit Douglas, Brandt, Nordwest (Handelsunternehmen), Sinn-Leffers, Putsch (Maschinenbau), Enervie und Könnemann (Presse-Logistik) haben wichtige Arbeitgeber ihre Abwanderung aus Hagen angekündigt oder bereits vollzogen. Arbeitsplätze sind in Gefahr. Wir die Buerger, Schmaltz Partnerschaftsgesellschaft prüfen Ihren Aufhebungs-, Abwicklungsvertrag auf Rechtmäßigkeit und Vollständigkeit. Dafür stehen die Fachanwälte für Arbeitsrecht Buerger und Dreier zur Verfügung. Aber auch eine Versetzung bzw. Änderungskündigung wird unter allen rechtlichen Gesichtspunkten beleuchtet. Erforderlichenfalls erheben wir für Sie eine Kündigungsschutzklage und greifen den bestehenden Interessenausgleich, Sozialplan, die Betriebsratsanhörung sowie Massenkündigungsanzeige sowohl in formeller als auch materieller Hinsicht an. Hier können wir beträchtliche Erfolge nachweisen, wenn es z.B. um die Verhandlung über die Höhe der Abfindung geht.
Sie haben Fragen zum Arbeitsrecht? Bei den Rechtsanwälten der Partnerschaftsgesellschaft Buerger Schmaltz in Hagen sind Sie gut aufgehoben. Wir haben jahrelange Erfahrungen im Arbeitsrecht und kennen insbesondere die Verhältnisse und Besonderheiten des Wirtschaftsstandorts Hagen.