Hagen, 11.02.2016

 

 

German Pellets stellt

 

Insolvenzantrag! Tausende

 

Anleger fürchten um ihr Geld.

 

German Pellets hat seit 2010 drei Anleihen im Gesamtvolumen von rund 250 Millionen Euro ausgegeben. Dabei war jeweils eine Verzinsung mit 7,25 Prozent vorgesehen.

 

Aufgrund des Insolvenzantrags des Brennstoff-Herstellers German Pellets bangen nunmehr rund zehntausend Anleger um ihr Geld. Das Öko-Unternehmen aus Wismar hat einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt und wollte sich selbst sanieren. Dies hat das zuständige Insolvenzgericht Schwerin jedoch vorerst abgelehnt. Die Anlegerstruktur von German Pellets ist sehr unübersichtlich, so das Gericht.

 

„Der Gläubigerausschuss müsse entsprechend der Anlegerstruktur zusammengesetzt sein. Das Unternehmen hatte jedoch einen Gläubigerausschuss präsentiert, den das Gericht nicht akzeptierte, erklärte der Sprecher des neuen German-Pellets-Geschäftsführers Frank Günther. Erst nach dem Votum eines neuen, vorläufigen Gläubigerausschusses will das Amtsgericht über die Art des Insolvenzverfahrens entscheiden.“

 

German Pellets will den Geschäftsbetrieb während des gesamten Insolvenzverfahrens in vollem Umfang fortführen.

 

Zahlreiche Anleger fürchten um ihre Anlagen in dreistelliger Millionenhöhe. Immerhin handelt es sich um ca. 10 000 Anleger. Die Wertpapiere wurden größtenteils von Privatanlegern gezeichnet.

 

Anlegervertreter rechneten schon mit einem Insolvenzantrag, nachdem German Pellets eine Gläubigerversammlung ohne Begründung kurzfristig abgesagt hatte.

 

Die German Pellets GmbH ist vermutlich einer der größten Emittenten von Anleihen im so genannten Mittelstandsanleihenmarkt. Auch hatte die German Pellets Gruppe mehrere noch ausstehende Genussrechte und Genussscheine begeben.

 

Zum Beispiel:

Inhaberschuldverschreibung Wertpapier-Kenn-Nummer 2011/16 A1H3J6

Inhaberschuldverschreibung Wertpapier-Kenn-Nummer 2013/18 A1TNAP

Inhaberschuldverschreibung Wertpapier-Kenn-Nummer 2014/19 A13R5N

 

Inhaber der Anleihen der German Pellets GmbH sollten sich nunmehr organisieren, um dadurch eine bestmögliche Wahrung ihrer Interessen im Insolvenzverfahren zu gewährleisten. Die Buerger, Schmaltz Partnerschaftsgesellschaft prüft eventuell vorhandene Schadensersatzansprüche und wird das Insolvenzverfahren aktiv begleiten.

 

Für Rückfragen dürfen Sie uns gern kontaktieren.

 

Eine Einschätzung des Verbraucherrechtsanwalts Ralf Buerger aus Hagen, zugleich Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

 

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